Reden wir darüber: Umgang mit tabuisierten Themen in der sozialmedizinischen Beratung
Partnerschaft, Sexualität, Familienplanung, Verhütung, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch
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Themen wie Beziehungskonflikte, Sexualität, Verhütung oder Schwangerschaft gehören zu den persönlichsten Lebensbereichen von Klient:innen und begegnen uns im Arbeitsalltag immer wieder. Dennoch werden diese Themen sowohl von Klient:innen als auch von Fachpersonen häufig nur zögerlich oder am Rande angesprochen.
Die Fortbildung richtet sich an Berater:innen und Betreuer:innen, die ihre Haltung und Gesprächsführung in Bezug auf intime und reproduktionsbezogene Themen (z.B. Sexualität, Familienplanung, Schwangerschaft) reflektieren und mehr Sicherheit im professionellen Umgang damit gewinnen möchten. Gemeinsam erarbeiten wir Möglichkeiten, sensible Themen wertschätzend und selbstverständlich anzusprechen und ihnen einen vertrauensvollen Raum in der Beratung zu geben. Dabei stehen die Reflexion der eigenen Haltung, der Umgang mit Unsicherheiten sowie die Entwicklung einer professionellen und gleichzeitig authentischen Sprache im Mittelpunkt.
Inhalte:
- Intime und reproduktionsbezogene Themen sicher und selbstverständlich ansprechen
- Eine professionelle und zugleich authentische Sprache sowie Handlungsmöglichkeiten für herausfordernde Gespräche entwickeln
- Scham und Tabuisierung in der Beratung erkennen und kultursensibel abbauen, Selbstbestimmung stärken
- Eigene Unsicherheiten, Grenzen und Haltungen reflektieren
- Arbeit an konkreten Fallbeispielen aus der Praxis
- Themenschwerpunkte: Partnerschaft, Sexualität, Familienplanung, Verhütung, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch
- Überblick über spezialisierte Beratungs- und Unterstützungsangebote in Wien
Ziele:
Die Teilnehmenden
- gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit intimen Themen in der Beratung
- reflektieren ihre eigene Haltung und professionelle Rolle bei sensiblen Gesundheitsthemen
- Können sensible Themen als selbstverständlichen Bestandteil in ihre Beratungspraxis integrieren
- erweitern ihre Methoden-, Gesprächs- und Handlungskompetenz im Umgang mit sensiblen Themen
- stärken ihre Fähigkeit, Scham und Tabuisierung konstruktiv zu begegnen
- kennen relevante Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Weitervermittlung
Zielgruppe:
Alle interessierten Fachkräfte.
Marie Gimpel, MA
Marie Gimpel studierte Soziale Arbeit (BA) und Sozialwirtschaft (MA) an der Hochschule Campus Wien. Sie verfügt über mehrjährige Berufserfahrung in den Bereichen Sozialpädagogik, Jugendarbeit sowie Kinder- und Jugendhilfe und beschäftigt sich insbesondere mit der Schnittstelle Gesundheit und Soziales. Seit 2023 ist sie bei der Diakonie Eine Welt Sozialdienst als stellvertretende Einrichtungsleitung und Netzwerkmanagerin der Frühen Hilfen Wien tätig. Nebenberuflich ist sie Referentin und Lehrgangsleitung im Bereich Care und Case Management.
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