Professioneller Umgang mit der Polizei

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Im Bereich der Sozialen Arbeit, insbesondere mit geflüchteten und wohnungslosen Menschen, kommt es häufig zu Berührungspunkten mit der Polizei. Die Fortbildung bietet einen kompakten Überblick über das damit verbundene österreichische Rechtssystem sowie Informationen über Abläufe von der ersten Amtshandlung der Polizei über Vorladungen, Hausdurchsuchungen bis hin zu gerichtlichen Verfahren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf möglichen diskriminierenden Erfahrungen im Kontakt mit der Polizei, insbesondere im Zusammenhang mit Rassismus.

Inhalte

Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Fragen in der Begleitung und Unterstützung von Klient*innen im Kontakt mit Behörden und Strafverfolgungsorganen.

Behandelt werden zudem zentrale rechtliche und handlungspraktische Fragestellungen:

  • Darf die Polizei die Einrichtung betreten?
  • Welche Befugnisse hat sie bei Kontrollen von Klient*innen vor der Einrichtung?
  • Inwiefern darf eine Amtshandlung dokumentiert werden?
  • Wie kann auf respektloses oder übergriffiges Verhalten der Polizei professionell reagiert werden?
  • Wie gehen wir als Team damit um?
  • Was sind unsere Rechte und Pflichten als Professionist*innen?

Ziele

  • Die Teilnehmenden können ein „Gefühl“ für rechtliche Themenbereiche entwickeln, es einordnen & verstehen – eine Art juristische Grundausstattung für den Arbeitsalltag.
  • Sie können bei Rechtsfragen für sich selbst die Einschätzung treffen, in welchen Bereich das Thema fällt und erste Schritte zur Lösung setzen.
  • Die Teilnehmden verfügen über Wissen darüber, dass in sämtlichen rechtlichen Belangen Theorie und Praxis oft weit auseinander liegen.

Methoden

Raum für Austausch, Diskussion und Fallarbeit für die Entwicklung professioneller Strategien im Umgang mit der Polizei.

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an alle interessierten psychosozialen Fachkräfte.

Referentin

Viki Weißgerber

Viki Weißgerber ist Juristin und Beraterin in der WIENXTRA-Jugendinfo in Wien. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen im Gewaltschutz, Straf- und Verwaltungsstrafrecht sowie Versammlungsrecht mit besonderem Fokus auf Fragen rund um den öffentlichen Raum und das Spannungsfeld gesellschaftlicher Nutzung und Zugänglichkeit. Durch ihre mehrjährige Tätigkeit in einer Einrichtung zum Schutz und zur Unterstützung von Frauen in akuten Krisen- und Gewaltsituationen sowie ihre Zusatzausbildung im Bereich der Suchtprävention bringt sie umfassende Praxiserfahrung in der Arbeit mit vulnerablen Personengruppen mit. Ergänzt wird ihr Profil mit über 15 Jahren Erfahrung in der Wiener Jugendarbeit, in der sie neben rechtlichen auch psychosoziale Inhalte praxisnah und zielgruppengerecht vermittelt.

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